Eine Website ist kein Möbelstück. Sie wird nicht einmal aufgestellt und steht dann zwanzig Jahre. Sie läuft auf Software, die sich ständig ändert – WordPress, Erweiterungen, PHP, das Zertifikat, der Browser Ihrer Kunden. Wer nichts tut, merkt es nicht am ersten Tag. Er merkt es an dem Tag, an dem das Kontaktformular seit sechs Wochen keine Nachricht mehr zustellt und niemand es bemerkt hat.

Genau darum geht es bei Webseitenpflege: nicht darum, dass jemand jeden Monat etwas tut, damit er etwas berechnen kann. Sondern darum, dass die Seite, für die Sie einmal Geld ausgegeben haben, weiter das tut, wofür Sie sie gekauft haben.

Kurz gefasst

Webseitenpflege heißt Sicherung, Updates und Erreichbarkeit. Nicht Design, nicht Marketing – die Grundlage darunter.

Drei Stufen, je nachdem wie aktiv Sie Ihre Website nutzen. Die technische Grundlage ist in allen dieselbe.

Änderungen sind enthalten. Neue Öffnungszeiten, ein neuer Mitarbeiter, ein aktuelles Foto – ohne Einzelrechnung.

Sie kommen jederzeit raus. Laufzeit und Kündigungsfrist stehen im Angebot, nicht im Kleingedruckten.

Kein Zwang. Wer die Pflege selbst übernehmen will, kann das – ich sage Ihnen ehrlich, was dazugehört.

Was Webseitenpflege tatsächlich umfasst

Der Begriff wird von Anbietern sehr unterschiedlich gefüllt. Bei mir bedeutet er vier Dinge, und die sind konkret genug, dass Sie sie prüfen können.

Sicherungen. Eine tägliche Kopie Ihrer Website, außerhalb des Servers, auf dem sie läuft. Der Zweck ist nicht das Sichern selbst, sondern das Zurückholen: Wenn etwas schiefgeht, ist die Frage nicht, ob es eine Sicherung gibt, sondern wie alt sie ist und wie lange das Zurückspielen dauert.

Updates. WordPress und seine Erweiterungen bekommen laufend Aktualisierungen, ein Teil davon schließt Sicherheitslücken. Diese Lücken werden öffentlich dokumentiert – für Angreifer ist eine veraltete Website deshalb kein Zufallsfund, sondern ein Suchergebnis. Updates einzuspielen ist die eine Hälfte der Arbeit. Danach zu prüfen, ob die Seite noch funktioniert, ist die andere.

Inhaltliche Änderungen. Geänderte Öffnungszeiten, ein neues Teammitglied, ein anderer Preis, ein aktuelles Foto. Das sind Kleinigkeiten, die niemand macht, wenn er dafür jedes Mal ein Angebot einholen und eine Rechnung freigeben muss. Genau deshalb sind sie in der Betreuung enthalten – damit sie tatsächlich passieren.

Erreichbarkeit. Ein Ansprechpartner, der die Seite gebaut hat und weiß, wo er nachsehen muss. Kein Ticketsystem, keine Warteschleife, keine Übergabe an die nächste Ebene.

Was passiert, wenn eine Website nicht gepflegt wird

Das Unangenehme an vernachlässigten Websites ist, dass sie lange normal aussehen. Der Schaden entsteht im Hintergrund und wird sichtbar, wenn er teuer geworden ist.

Veraltete Erweiterungen werden zur offenen Tür. Bekannte Sicherheitslücken stehen in öffentlichen Verzeichnissen. Wer sie nicht schließt, wird nicht gezielt angegriffen – er wird automatisiert gefunden.

Formulare fallen still aus. Ein Update am Mailversand, eine geänderte Server-Einstellung, ein abgelaufenes Zertifikat: Das Formular sieht weiter aus wie immer, die Bestätigung erscheint, und die Nachricht kommt nirgends an. Ohne regelmäßige Prüfung fällt das erst auf, wenn ein Kunde nachfragt, warum sich niemand gemeldet hat.

Die Seite wird langsamer. Neue Inhalte, größere Bilder, mehr Erweiterungen – die Ladezeit steigt schleichend. Und Ladezeit ist eines der Merkmale, nach denen Google bewertet.

Rechtliches veraltet. Gesetze ändern sich. Das Telemediengesetz ist im Mai 2024 durch das Digitale-Dienste-Gesetz ersetzt worden, das TTDSG durch das TDDDG. Wer sein Impressum und seinen Cookie-Banner seither nicht angefasst hat, führt veraltete Paragraphen.

Die drei Stufen der Website-Betreuung

Der Unterschied liegt nicht in der Sicherheit – die ist überall gleich. Er liegt darin, wie aktiv Sie Ihre Website nutzen.

Basic. Das Nötige, damit Ihre Website sicher und aktuell bleibt. Enthalten: Tägliche Sicherung, Regelmäßige Updates, 1 inhaltliche Anpassung pro Monat, Basis-Monitoring, E-Mail-Support, Antwort werktags in 48 Stunden.

Plus. Für Betriebe, die ihre Website aktiv nutzen und weiterentwickeln. Enthalten: Alles aus Basic, 5 inhaltliche Anpassungen pro Monat, Erweiterte Sicherheitsscans, Monatliches Strategiegespräch, Basis-SEO-Pflege, Antwort werktags in 48 Stunden.

Premium. Laufende Betreuung mit Inhalten, Berichten und bevorzugter Reaktion. Enthalten: Alles aus Plus, Unbegrenzte Anpassungen geringen Umfangs, Monatlicher SEO-Bericht, 1 redaktioneller Beitrag pro Monat, Reaktion in 24 Stunden, auch am Wochenende.

Alle drei Stufen enthalten dieselbe technische Grundlage – Sicherung, Updates, Kontrolle. Unterschiedlich ist nur, wie viel laufend an Ihrer Website gearbeitet wird. Wer selten etwas ändert, ist mit Basic richtig. Wer seine Website als Werkzeug benutzt und regelmäßig etwas anpassen will, fährt mit Plus besser als mit lauter Einzelaufträgen. Welche Stufe zu Ihnen passt, sehen wir uns im Erstgespräch gemeinsam an – Sie bekommen anschließend ein Angebot, zugeschnitten auf Ihr Vorhaben.

Webseitenpflege ohne Betreuungsvertrag

Sie müssen das nicht abgeben. Wenn Sie technisch versiert sind oder jemanden im Haus haben, ist die Pflege einer WordPress-Website machbar. Ehrlich gesagt gehört dazu aber mehr, als die meisten erwarten: Sicherungen einrichten und regelmäßig testen, ob das Zurückspielen wirklich funktioniert. Updates einspielen und danach prüfen, ob nichts kaputtgegangen ist. Das Kontaktformular in Abständen wirklich absenden. Die Ladezeit im Blick behalten. Rechtstexte aktuell halten.

Ob eine Website betreut wird oder nicht, wirkt sich auf den Aufwand der Erstellung aus – das ist kein Druckmittel, sondern eine praktische Folge: Eine Website, die ich weiter betreue, baue ich anders als eine, die ich übergebe und nie wiedersehe. Was zum Leistungsumfang gehört, steht auf der Seite Leistungen im Überblick.

Für wen sich Webseitenpflege besonders lohnt

Betriebe, deren Website Anfragen bringen soll. Wenn Ihr Kontaktformular die Hauptquelle für neue Aufträge ist, ist ein stiller Ausfall kein technisches Problem, sondern ein wirtschaftliches.

Betriebe mit wechselnden Angaben. Gastronomie mit saisonalen Karten, Handwerk mit wechselnden Notdienstzeiten, Praxen mit Urlaubsvertretungen. Alles, was sich mehrmals im Jahr ändert, gehört in eine Betreuung – sonst steht es irgendwann falsch da.

Betriebe, die lokal gefunden werden wollen. Local SEO ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Eine Website, die zwei Jahre unverändert steht, verliert gegenüber einer, die gepflegt wird.

Häufige Fragen zur Webseitenpflege

Wovon hängt der Aufwand für die Webseitenpflege ab?

Von der Stufe, die zu Ihnen passt: die Grundabsicherung für Websites, an denen selten etwas geändert wird, die mittlere Stufe für Betriebe, die ihre Website aktiv nutzen, und die umfassende Betreuung mit Inhalten und Berichten. Sie bekommen ein Angebot, zugeschnitten auf Ihr Vorhaben. Ich bin Kleinunternehmer nach § 19 UStG, es kommt keine Umsatzsteuer dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Webseitenpflege und Hosting?

Hosting ist der Speicherplatz, auf dem Ihre Website liegt – vergleichbar mit der Miete für einen Raum. Webseitenpflege ist die Arbeit an dem, was in dem Raum steht: Sicherungen, Updates, Änderungen, Kontrolle. Ein guter Hoster ersetzt keine Pflege, und umgekehrt.

Kann ich meine Website auch pflegen lassen, wenn sie jemand anderes gebaut hat?

Grundsätzlich ja. Ich sehe mir vorher an, worauf sie läuft und in welchem Zustand sie ist – bei manchen Baukastensystemen ist eine sinnvolle Pflege technisch kaum möglich, und dann sage ich das. Das Erstgespräch dazu ist kostenlos.

Wie schnell wird reagiert, wenn etwas nicht funktioniert?

Werktags innerhalb von 48 Stunden. Im Premium-Paket innerhalb von 24 Stunden, auch am Wochenende.

Bin ich an eine lange Laufzeit gebunden?

Laufzeit und Kündigungsfrist stehen in Ihrem Angebot, bevor Sie unterschreiben. Sie erfahren beides im Erstgespräch und nicht erst im Vertragstext.

Was passiert mit meiner Website, wenn ich die Betreuung beende?

Sie behalten alles. Zugangsdaten, Domain, Inhalte – die Website gehört Ihnen und läuft weiter. Sie können sie selbst pflegen oder zu jemand anderem wechseln.

Unsicher, welche Stufe Sie brauchen?

30 bis 45 Minuten Erstgespräch – kostenlos und unverbindlich. Ich sehe mir Ihre Website an und sage Ihnen ehrlich, was nötig ist und was nicht.

Verfasst von David Rupa, Inhaber von Bergstraße Digital.